Das Problem der ähnlichen Kugeln


Viele Spieler bevorzugen glatte Kugeln ohne Rillen, die dann im Spiel nicht leicht zu unterscheiden sind. Unerfahrene Spieler werden hierdurch regelmäßig in Verwirrung gestürzt. Sie betrachten das Kugelbild und können die Situation nicht erkennen.

Man muß verstehen, daß der Fehler nicht in der Ähnlichkeit der Kugeln liegt, sondern in der falschen Weise, das Spiel zu verfolgen.

Dem geflügelten Wort zum Trotz, gleicht kein Stein dem anderen.
Dem geflügelten Wort zum Trotz, gleicht kein Stein dem anderen.

Erfahrene Spieler können ein Spiel mit identischen Kugeln spielen, ohne dabei Probleme zu bekommen. Das ist deshalb möglich, weil sie den Weg jeder gespielten Kugel genau verfolgen. Sie betrachten die Situation nicht so, wie man eine Fotografie betrachtet, sondern haben deren Entstehung abgespeichert, wie man sich an einen Film erinnert. Dadurch wissen sie, wo welche Kugel liegt und wer diese gespielt hat, ohne deren Oberfläche in Augenschein zu nehmen.

 

 

Dieser Grad der Aufmerksamkeit ist für ein gutes Spielen unerlässlich.

Nur wer das Spiel genau beobachtet, wird schnell dazulernen.

 

Natürlich ist jeder Mensch gelegentlich abgelenkt. Es ist daher gut, dass sich die Kugeln bei genauer Betrachtung doch nicht so gleichen, wie es zunächst scheint. Es erstaunt, wie Spielstil und Gebrauch die Kugeln individualisieren. Kaufen zwei Spieler an einem bestimmten Tag zwei Kugelsätze der selben Art, so werden sich diese regelmäßig nach einiger Spielzeit dennoch erheblich unterscheiden.

 

Mit zunehmender Spielerfahrung wächst die Fähigkeit, diese Unterschiede zu erkennen, gleichzeitig schwindet die Notwendigkeit dazu. Somit entpuppt sich das "Problem der ähnlichen Kugeln" langfristig als Scheinproblem.

 

Thorsten


Dieser Artikel wird ergänzt durch: "Die Beobachterposition"


Bild: Küstengestein auf Fehmarn, nahe Klausdorf