Braunschweiger Stadtmeisterschaft im Pétanque 2016


Spielbericht Endspiel:

 

Das Endspiel der diesjährigen Stadtmeisterschaft bestritten die hochgewetteten Dirk Hildebrand (amtierender Niedersachsenmeister im Doublette) und der Routinier Marc May einerseits, sowie der ehemalige Stadtmeister Horst Peters mit seinem Partner Ralf Hedel. Beide Teams waren bis zum Finale unbezwungen. Dirk und Marc hatten sich in der Vorrunde gegen die hochklassigen Christa und Honoré Balié durchgesetzt, in einer Partie, die vielen Zuschauern schon wie das vorgezogene Endspiel erschien. Es sollte jedoch anders kommen.

 

Zunächst gingen Dirk und Marc schnell mit 4:0 in Führung, während ihre Gegner sichtlich mit dem Wechsel des Terrains zu kämpfen hatten. Schnell gelang es aber Ralf, sich der Situation anzupassen und eine Serie zwingender Kugeln zu legen, die nach einigen Aufnahmen mit einer 8:4 Führung belohnt wurde. Es sollte sich zeigen, dass er damit das Fundament für den Sieg bereitet hatte. Die bis hierher zu beobachtende Schussschwäche des Teams Dirk / Marc wurde mit einem Wechsel der Spielerpositionen beantwortet, was in eine 10:8 Führung umgemünzt werden konnte. Nun schien die Partie doch zu Gunsten der Favoriten auszugehen, zumal Marc jetzt zwei absolut zwingende Kugeln direkt vor das Cochonnet legte, die jedoch von Horst mit zwei Carreaux beantwortet wurden. Ein Pfiff signalisierte, dass nun die letzte Runde beginnen würde, in die Dirk und Marc mit einer Führung von 10:9 gingen. Hier geschah es nun, dass 2 Kugeln von Ralf leicht durchgelegt waren, während Marc eine Kugel direkt am Cochonnet platzierte (biberon). Ein Schuss von Horst traf so günstig, dass das Schweinchen nun zwischen den durchgelegten Kugeln lag. Dirk entfernte die Devantkugel und öffnete Marc den Weg, den er 2mal dazu nutzte, zwingend zu legen. Horst gelang es jedoch, diese Kugeln jeweils mit "Carreaux sur place" zu entschärfen, wodurch ein erfolgreicher Gegenschuss von Dirk letztlich ohne Auswirkung blieb. Die so geschaffene starke Stellung brachte schließlich den Sieg für Horst und Ralf, in einer spannenden Partie, die vom Publikum mit viel Applaus bedacht wurde und ein würdiger Ausklang dieser Meisterschaft war.

  

Beide Mannschaften hatten zwischenzeitlich Schwächen bei den Schüssen gezeigt, jedoch mit sehr guter "Legerei" überzeugt. Beide Mannschaften überwanden ihre Minikrisen und zeigten dann brillante Schüsse. Die fabelhafte Serie von Horst Peters mit 5 Treffern in Folge, davon 4 Carreaux, entschied jedoch dieses knappe Duell. Somit siegte in diesem Jahr eine Mannschaft aus zwar vereinslosen aber gleichwohl sehr engagierten Spielern vom Löwenwall, die bewies, dass hohes Können und das gelegentlich belächelte "Parkboule" sich mitnichten ausschließen.  


Das Siegerbild zeigt von links nach rechts: Jens Köppe (Landesmeister Doublette), Anne Hübchen (Bundesligaspielerin), Horst Peters & Ralf Hedel, Dirk Hildebrand (Landesmeister Doublette), Marc May (Löwenwallurgestein, jetzt boulistisch in NRW unterwegs)


Das Turnier aus Löwenwallersicht:

 

Dirk Mason, dem es nicht gelungen war, sich beim Einschreiben als "Löwenwaller" zu outen, spielte mit seinem bewährten Partner Torsten Kluge (früher ebenso häufig am Löwenwall spielend, wie gern gesehen, aber von Hannover ist es halt auch etwas weit). Beiden gelangen beachtliche vier Siege, die mit Platz 4 belohnt wurden. Dirks starke Form aus der Vorwoche (Mr. 100%) hatte solches schon vermuten lassen.

 

Holger Kneisner und Mike Röwer gelang unter anderem ein Sieg über das erfahrene und hoch eingeschätzte Team Hammer/Stein, sowie Siege mit guter Punkteausbeute. Wäre da nicht die Niederlage gegen die Löwenwaller Tiehe/Tiehe gewesen, wer weiß, wohin die Reise noch geführt hätte? So wurde das gut eingespielte Team mit einem hervorragenden 7. Rang und der besten Platzierung der Mannschaften mit 3 Siegen belohnt.

  

Die (noch) Newcomer Hanne und Jürgen Tiehe zeigten eine mehr als solide Leistung, schlugen ebenfalls das starke Team Hammer/Stein und positionierten sich mit 3 Siegen bestens auf Rang 11 und noch im oberen Drittel. Damit rundeten sie einen großen Turniertag ab, bei dem jedes unserer Teams mehr Siege als Niederlagen eingefahren hat, alle im oberen Drittel blieben und natürlich der Siegespokal mitgenommen werden konnte.